Barrierefreiheit

Barrierefrei durch Flensburg

Sowohl Senior*innen als auch mobilitätseingeschränkten Menschen möchten wir einen bequemen Zugang zu den Bussen und eine sichere Beförderung ermöglichen.

Egal, ob es um die Information vor einer Fahrt geht oder um die Fahrt selber: Wir wollen, dass alle gerne und sicher mit uns unterwegs sein können.

Um Ihnen die Nutzung unserer Busse zu erleichtern, finden Sie im Folgenden einige Hinweise:

Barrierefreie Haltestellen

Die Anlage und Gestaltung von Haltestellen liegt im Verantwortungsbereich der Stadt Flensburg. Seit 2009 werden alle neu angelegten Haltestellen gemäß dem städtischen Haltestellenkonzept einheitlich mit hohen Bordsteinen und taktilen Leitstreifen ausgestattet.

Wichtige Fahrgastinformationen wie Aushangfahrpläne und Preistafeln haben in Flensburg mit DIN A 3 ein deutlich größeres Format als in vielen anderen Städten. Dies ermöglicht eine größere und besser lesbare Darstellung.

Seit 2014 setzt Aktiv Bus eigens geschulte Mitarbeiter ein, um die Qualität der Fahrgastinformationen an den Haltestellen regelmäßig zu prüfen und schadhafte Aushänge auszutauschen. Wenn Ihnen trotzdem ein nicht ganz korrekter Fahrplan- oder Preisaushang auffällt, freuen wir uns über einen Hinweis über service@aktiv-bus.de.

Barrierefreier Einstieg in die Busse

Sämtliche Flensburger Stadtbusse sind Niederflurbusse, d.h. es kann stufenfrei ein- und ausgestiegen werden.

Falls ein gefahrloser Ein- oder Ausstieg im Einzelfall, z.B. bei zu geringer Bordsteinhöhe, trotzdem nicht gegeben ist, können Sie das Fahrpersonal darum bitten, den Bus zusätzlich abzusenken. Nicht immer ist für unser Fahrpersonal eine Mobilitätseinschränkung so offensichtlich, dass es den Bus von sich aus absenkt.

Für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer verfügen alle im Flensburger Stadtverkehr planmäßig eingesetzten Busse über eine ausklappbare Rampe. Diese Rampen befinden sich jeweils an der 2. Tür. Es hat sich in Flensburg eingebürgert, dass hilfsbereite Fahrgäste von sich aus bei der Bedienung der Rampe behilflich sind. Dies freut uns sehr. Selbstverständlich hilft bei Bedarf auch unser Fahrpersonal, das allerdings zuvor den Fahrerarbeitsplatz sichern muss. Dadurch kann es einen Moment dauern kann, bis es unterstützen kann. Achtung: Die Klapprampen sind für Traglasten bis maximal 350 kg ausgelegt.

Sichere Fahrt auch für Menschen mit Rollstühlen, Gehhilfen oder Kinderwagen

Mehrere gut zugängliche Sitzplätze in den Bussen sind mit einem blauen Piktogramm für „mobilitätseingeschränkte Person“ gekennzeichnet. Bei neu ansgeschafften Fahrzeugen sind diese Sitza auch mit Symbolstoff gepolstert. Diese Sitze sind vorrangig für Menschen mit einer Behinderung gedacht. Insbesondere dann, wenn keine anderen Sitzplätze mehr frei sind, können Menschen mit einer Behinderung andere Fahrgäste darum bitten, diese Plätze für sie frei zu machen (z.B. auch durch Zeigen des Schwerbehindertenausweises).

Für Rollstühle gibt es im Bereich der 2. Einstiegstür entsprechend gekennzeichnete Standplätze. Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, dass sowohl Rollstühle als auch Rollatoren während der Fahrt gut gesichert sind: Stellen Sie deshalb bitte den Rollstuhl oder den Rollator entgegen der Fahrtrichtung an die letzte Sitzbank und ziehen Sie die Feststellbremse. Nur so sind Sie auch bei verkehrsbedingt nicht immer vermeidbaren heftigeren Bremsvorgängen optimal gesichtert.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass im Bus grundsätzlich nur so viele Rollstühle oder Kinderwagen mitgenommen werden können, wie entsprechende Freiflächen verfügbar sind.

Im Bereich des Rollstuhlstandplatzes finden Sie jeweils auch eine spezielle Drucktaste mit einem blauen „Rollstuhl"-Piktogramm. Wenn Sie diese Taste benutzen, weiß der Busfahrer, dass eine mobilitätseingeschränkte Person aussteigen möchte, und wird besonders aufmerksam bezüglich des Ausstiegs sein.

Bestimmte E-Scooter bzw. Rollstühle können leider nicht in den Bussen mitgenommen werden, da der Ein- und Ausstieg bzw. die Beförderung nicht sicher und operational durchführbar ist. Betroffen sind:

  • Personen mit Rollstuhl bzw. E-Scooter, die zusammen schwerer als 350 kg sind (aufgrund der maximalen Tragfähigkeit der Ausklapprampen),
  • selbstfahrende Hilfsmittel, deren Wendekreis zu groß ist, um in den für Rollstühle etc. vorgesehenen Sondernutzungsflächen einparken können, und
  • Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (Explosionsgefahr).

Barrierefreies Internet

Unser neuer Internetauftritt ist mit großen Schrifttypen, möglichst kontraststarken Farben sowie großflächigen Buttons angelegt. Zusätzlich findet sich in der Fußzeile die Option „Darstellung anpassen“: Hier können bei Bedarf die Schriftgrößen individuell angepasst und Farbkontraste eingestellt werden.

Außerdem ist der Internetauftritt im sogenannten „Responsive Design“ angelegt: Je nach Bildschirmgröße des vom Anwender verwendeten Gerätes werden die Inhalte automatisch so angeordnet, dass sie gut lesbar bleiben. Selbst mit dem mobilen Smartphone sind die Inhalte jederzeit leicht abrufbar.

Auch der Internetauftritt der Mobilitätszentrale ist nach diesen Kriterien überarbeitet worden.

Weitere Schritte auf dem Weg zur Barrierefreiheit

Als kommunales Verkehrsunternehmen legen wir großen Wert darauf, auch in Punkto Barrierefreiheit immer besser zu werden.

Beispielsweise sind alle seit 2013 neu angeschafften Busse grundsätzlich mit gelben Haltestangen ausgerüstet, da Gelb einen hohen Kontrastwert hat und somit auch von Menschen mit geringerem Sehvermögen am besten wahrgenommen werden kann. Außerdem sind alle neuen Busse mit einem Außenlautsprecher ausgestattet, so dass das Fahrpersonal Ansagen für an der Haltestelle wartende Fahrgäste machen kann. Wenn das Fahrpersonal zum Beispiel erkennt, dass ein Mensch mit Sehbehinderung an der Haltestelle steht, kann er so auch akustisch mitteilen, welche Linie und Fahrtrichtung der Bus hat.

Regelmäßig einmal im Jahr finden Abstimmungsgespräche sowohl mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderungen der Stadt Flensburg als auch mit dem Flensburger Seniorenbeirat statt. Ziel ist, im Rahmen des finanziell und personell Leistbaren Jahr für Jahr einen noch barrierefreieren Busverkehr in Flensburg anzubieten.