Fahrgastrechte

Ihre Fahrgastrechte im Buslinienverkehr

Die Europäische Verordnung (EU) Nr. 181/2011 über die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr legt Mindestrechte für Fahrgäste fest, die innerhalb der Europäischen Union mit dem Bus reisen.

  • Sie dürfen aufgrund Ihrer Staatsangehörigkeit hinsichtlich der Tarife und Vertragsbedingungen nicht diskriminiert werden.
  • Als Fahrgast mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität dürfen Sie nicht diskriminiert werden. Dies bedeutet, dass Sie den gleichen Anspruch auf Beförderung haben, soweit ihr nicht geltende Gesundheitsanforderungen oder Sicherheitsbestimmungen, die Bauart des Fahrzeugs oder die Infrastruktur der Haltestelle entgegenstehen.
  • Als Fahrgast mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität haben Sie bei Verlust oder Beschädigung Ihrer Mobilitätshilfe oder Ihres Hilfsgeräts Anspruch auf finanzielle Entschädigung in Höhe des Wiederbeschaffungswertes oder der Reparaturkosten. Voraussetzung ist, dass der Verlust oder die Beschädigung vom Beförderer verursacht wurde.
  • Sie haben Anspruch auf angemessene Reiseinformationen während der gesamten Fahrt.
  • Sie haben Anspruch auf Bereitstellung von Informationen über die Rechte nach dieser Verordnung. Als Fahrgast mit Behinderung oder mit eingeschränkter Mobilität werden Ihnen diese Informationen auf Verlangen in zugänglicher Form bereitgestellt, wenn dies machbar ist.
  • Beschwerden können Sie innerhalb von drei Monaten beim Beförderer einreichen. Dann haben Sie einen Anspruch auf eine Antwort innerhalb von einem Monat. Sollten Sie Einwände gegen die Antwort haben, können Sie sich
      • erneut an den Beförderer wenden, oder
      • an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personennahverkehr e.V. (söp), Fasanenstraße 81, 10623 Berlin, Tel. 030 - 644 99 33-11, Fax 030 - 644 99 33-10. http://www.soep-online.de/,  oder
      • an die Nationale Durchsetzungsstelle für Kraftomnibusverkehre: Eisenbahn-Bundesamt (EBA), Heinemannstraße 6, 53175 Bonn, Tel +49 228 30795-400, Fax: +49 228 30795-499, E-Mail: fahrgastrechte@eba.bund.de, http://www.eba.bund.de/.

Den vollständigen Text der Europäischen Verordnung (EU) Nr. 181/2011 können Sie unter http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX%3A32011R0181&from=DE oder in der Mobilitätszentrale einsehen.

Beschwerden an Aktiv Bus Flensburg GmbH

Aktiv Bus Flensburg GmbH ist in Bezug auf die Stadtbuslinien 1 - 14 der "Beförderer" im Sinne der oben genannten Verordnung.

Auch wenn wir bemüht sind, Sie stets zuverlässig, sicher und diskriminierungsfrei zu befördern, die Erfahrung zeigt, dass es hin und wieder trotzdem Dinge gibt, die mal nicht ganz optimal klappen. Damit wir aus Fehlern lernen können, freuen wir uns immer über entsprechende Hinweise. Am einfachsten können Sie uns eventuelle Beschwerden über das Formular Lob und Tadel mitteilen. Aber auch postalisch oder per E-Mail nehmen wir Ihre Hinweise selbstverständlich jederzeit entgegen. Zusätzlich steht Ihnen die Mobilitätszentrale als Anlaufstelle zur Verfügung.

In der Regel versuchen wir, Ihr Anliegen innerhalb von 10 Tagen zu beantworten, oder Ihnen zumindest eine Zwischennachricht zu schicken.

Falls Sie Einwände gegen unsere Antwort haben, können Sie sich kostenfrei an die o.g. Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personennahverkehr e.V. (söp) wenden. Seit 2013 kooperiert Aktiv Bus mit dieser neutralen Schlichtungsstelle (vgl. die Berichterstattung in den Medien: Flensburger Tageblatt vom 26. Juni 2013 bzw. Flensborg Avis vom 31. Juli 2013). Wichtige
Voraussetzung ist allerdings immer, dass eine Beschwerde zunächst an das Unternehmen Aktiv Bus gerichtet wurde. Erst im Falle einer unbefriedigenden Antwort steht die Schlichtungsstelle zur Verfügung. Als Alternative zur söp steht Ihnen gem. Artikel 28 der Europäischen Verordnung (EU) Nr. 181/2011 auch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) als Nationale Durchsetzungsstelle bezüglich der oben genannten Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr zur Verfügung.